Découvrir Toul

Toul, Festungsstadt

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Toul war von jeher eine Festungsstadt. Seine Lage am Zusammenfluss der Mosel und des Flusses Ingressin ist nicht zufällig. Die Unannehmlichkeiten dieser sumpfigen Gegend, die durch das Flussdelta des Ingressins entstanden, waren ein wichtiger Verteidigungspunkt im Falle eines Angriffes.
Die Stadt hat alle Befestigungsformen entwickelt. Der antike Schutzwall aus dem III. und IV. Jahrhundert wurde von dem Bischof Roger de Marcey im XIII. Jahrhundert komplett überarbeitet und vergrößert.
Toul ist die einzige Stadt in Lothringen, in der die Festungsmauer erhalten geblieben ist.
Sein Aussehen verändert sich mit der Zeit aufgrund der technischen Fortschritte im Befestigungswesen. 1698 erstellte Vauban einen Plan für ein Bollwerk. Die neue Festung erweiterte das Stadtgebiet im Südosten und sah drei Eingangstore vor.
Die Arbeiten wurden 1699 begonnen und 1712 beendet. Es wurde nur ein Halbmond in Toul errichtet, da Toul nur in Dritter Verteidigungslinie gegenüber dem Feind lag. Die ersten Kasernen innerhalb der Stadtmauern, durch die die Garnisonen geschützt wurden, sind aus den Jahren 1747 und 1784.
Von den drei Eingangstoren ist nur die Porte de Metz nach Vauban Schema in ihrem Orginalzustand und mit seinem ausgeklügelten Zugbrückensystem erhalten geblieben.
Die Eingangstore „Porte de France“ und „Porte de Moselle“ wurden im XX. Jahrhundert verbreitert.

Zahlreiche Kasernen wurden im XVIII. und XIX. Jahrhundert errichtet. In diesen Kasernen wurden ein Infanterieregiment und ein immer größeres Kavallerieregiment untergebracht, und sie integrierten sich mit Erfolg in den Vauban Plan, indem sie die funktionelle Einheit der Lagerfestung respektierten.
Diese Bauten sind mit dem Fortschritt in der Artillerie unentbehrlich geworden.
Im Krieg von 1870 wurde die Stadt von deutschen Truppen eingenommen und danach verstärkte der General Séré de Rivières das Verteidigungssystem, indem er auf den Höhen der Umgebung einen Verteidigungsring errichtete : organisiert und bestehend aus großen halb unterirdischen polygonalen Bauwerken, es sollte den Schutz der „Schneise von Lothringen“ gewährleisten, an der die III. Republik sehr hing.
Heute ist die Stadt stolz auf ihre Stadtmauer, welche eine vertraute Landschaft in der Stadt darstellt.

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Weitere Informationen :
http://www.lepredenancy.fr/de/entdecken/unsere-festungsanlagen-von-vauban-bis-sere-de-rivieres.html